Mittwoch, 14. Oktober 2009
Sprachliche Antikultur
An der sprachlichen Kultur der Texteschreiber von heute kann man verzweifeln.
Soeben habe ich auf der Webseite des Jungen Forums Slavistische Literaturwissenschaft (http://www.jfsl.de/eingang.htm) folgende Ankündigung erwischt:

"Konferenz am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig (GWZO Leipzig)
25./26.03.2010
Stadt – Mord – Ordnung.
Urbane Settings in Krimis aus Ostmitteleuropa".

Unter "urbanen Settings" sind vermutlich städtische Ansiedlungen gemeint.

Die Verbindung "Stadt - Mord - Ordnung" finde ich - nach meinem Sprachgefühl und Stilverständnis - völlig daneben.

Jenen Menschen, die beruflich mit Sprache und Literatur umgehen, könnte man auch etwas Gescheiteres zutrauen.

Mein Urteil: etwas geschmacklose Werbung mit dem Wörtchen "Mord" - liegt wohl im Geiste der Unzeit.

Amicus Plato, ..

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